Der Akku ist beim Notebook ein Verschleißteil. Irgendwann werdet ihr feststellen, dass der Akku nicht mehr so lange hält wie zu Anfang und irgendwann ist er dann ganz erschöpft. Das ist einfach so und daran könnt ihr nichts ändern. Worauf ihr aber Einfluss habt, ist die Zeit, bis dieser Zustand eintritt und ihr einen neuen Akku kaufen müsst (der mit 80,- bis 200,- € ziemlich ins Geld geht). Einige Akkus machen schon nach wenigen Monaten schlapp, wer seinen Akku aber pflegt, der kann zwei oder sogar drei Jahre damit arbeiten. Man sagt, dass selbst bei guter Pflege nach etwa 3 Jahren nur noch max. 50% der Kapazität zur Verfügung stehen. Hier ein paar Pflegetipps:

Der Lithium-Ionen-Akku unterliegt einem stetigen, nicht aufzuhaltenden Zerfall. Dieser Zerfall wird durch Wärme gefördert. Wärme entsteht im Notebook sehr viel. Der schlechteste Platz für den Akku ist also im Notebook. Wenn ihr längere Zeit arbeitet und das Notebook dabei über das Netzteil versorgt, dann solltet ihr den Akku aus dem Notebook herausnehmen. Bei fast allen Geräten geht das sehr einfach und schnell.

Falsch und noch viel gefährlicher wäre es aber, den Akku gleich aus dem Gerät zu nehmen und irgendwo zu lagern um ihn nur bei Bedarf zu benutzen. Li-Ionen Akkus haben eine Selbstentladung. Das heißt, sie entladen sich, auch wenn sie nicht benutzt werden. Dabei kann es zu einer Tiefentladung kommen, die für den Akku tödlich sein kann, unabhängig vom Alter. Deshalb sollte man auch vor einer längeren Nichtbenutzung des Notebooks (länger heißt mehrere Wochen), z.B. wenn man in den Urlaub fährt, den Akku vorher noch einmal laden und anschließend aus dem Notebook entfernen und an einem trockenen und kühlen Ort (kein Frost) lagern. Wenn möglich ohne große Temperaturschwankungen.

Der bei vielen Benutzern beliebte Standby-Modus verbraucht ständig Strom. In diesem Zustand sollte man das Notebook nie längere Zeit stehen lassen. Zwar fährt das Gerät bei niedrigem Batteriestand automatisch runter, aber die Selbstentladung gibt dem Akku dann im dümmsten Falle den Rest. Im Ruhezustand hingegen ist das Gerät technisch gesehen aus. Hier tritt dieses Problem nicht auf.

Zwar haben Li-Ionen Akkus theoretisch keinen Memoryeffekt, dennoch sollten sie regelmäßig benutzt werden. Also von Zeit zu Zeit solltet ihr mit Akku arbeiten und erst auf Netz umsteigen, wenn die Akkukapazität unter 40% sinkt. Ihr könnt auch warten, bis das Notebook euch einen kritischen Batteriestand meldet. Eine Tiefentladung braucht ihr nicht zu befürchten, denn die Elektronik im Notebook verhindert das. Anschließend den Akku wieder vollständig laden, bevor ihr das Netzteil oder den Akku wieder entfernt.

Neue Akkus müssen erst etwas „Akku-Gymnastik“ machen, bevor sie ihre volle Kapazität erreichen. Das bedeutet, dass vor dem ersten Einschalten des Notebooks der Akku komplett geladen werden sollte. Anschließend benutzt ihr das Notebook nur im Akkubetrieb, bis dieser wieder entladen ist. Dann wieder vollständig aufladen. Diesen Vorgang sollte man drei- bis viermal wiederholen. Das gilt übrigens für alle Akkus, auch in Digitalkameras.

So und jetzt viel Spaß mit dem Notebook und eine lange Akkulebensdauer.

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