Da ist sie wieder, diese sinnfreie Werbung für Leckermäulchen. Die haben es immer noch nicht begriffen. Es wird Zeit, bei denen mal nachzufragen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

schon vor einiger Zeit war ich so entsetzt über ihren Werbespott, in dem sie behaupten, in jedem Leckermäulchen steckt mehr als die doppelte Menge Milch, ohne dem Verbraucher auch nur im Ansatz zu sagen, wovon es die doppelte Menge ist. Ich habs einem schlechten Werbetexter zugeschrieben, der das nach dem Rauchen von falschem Zeug geschrieben hat und gehofft, dass es irgendwann auch ihnen auffällt. Jetzt jedoch nerven sie erneut mit diesem sinnfreien Satz, bei dem sich jedem, der auch nur ansatzweise Ahnung von Mathematik hat, das Leckermäulchen umkrempelt. Also bitte verraten sie mir, wie dieser Satz zu verstehen ist. Es sind schon andere an weniger schwierigeren Rätseln verblödet. Oder muss man nur genug Leckermäulchen gegessen haben um das zu verstehen?

Wenns eine Antwort gibt, lasse ich es euch wissen.

Update

Sehr geehrter Herr John,

vielen Dank für Ihre mail. Tatsächlich haben wir bei dem TV Spot lange
überlegt, wie es möglich sein könnte die Produktion von Milchquark
konkreter zu erklären, bei der man für 1 Einheit Quark mehr als die
doppelte Menge Milch einsetzen muß – da sich bei der Quarkherstellung die
wässrige Molke abtrennt.

Die Milch gerinnt also – anders als bei Joghurt – nicht am Stück sondern
es bilden sich zwei Phasen: die im Vergleich zu Joghurt festere Quarkmasse
(die dann viel Eiweiß enthält ) und das Molkenwasser, das eben nicht
Bestandteil des Endproduktes ist. Diese Informationen haben wir unter
www.leckermaeulchen.de (bzw unter frischli ->
http://www.frischli.com/leckermaeulchen/index.htm) auch ins Internet
gestellt.

Einen ausführlichen TV Werbespot, der zusätzlich das Produktionsverfahren
nachvollziehbar erklärt, könnten wir von den Werbezeiten her leider nicht
ansatzweise finanzieren, obwohl wir es eigentlich gut gefunden hätten zu
erklären, warum Quark besonders wertvoll und auch aufwendiger und etwas
teurer in der Herstellung ist als z.B. Joghurt oder Pudding.Wir haben dann
die – stark vereinfachte – Aussage mit der doppelten Portion Milch
gewählt. Diese führt öfter auch zu Nachfragen, wie in Ihrem Fall, oder
eben zum Besuch unserer Homepage, wo sich dann der Sachverhalt hoffentlich
verständlich genug darstellt.

Wir sind aber auch für Anregungen dankbar, wenn sich noch etwas verbessern
läßt !

Mit freundlichen Grüßen / kind regards

frischli Milchwerke GmbH

Naja, irgendwie war das ja schon die Vermutung. Allerdings könnte man schon etwas Licht ins Dunkel bringen mit der Anmerkung, dass die doppelte Menge des Eigengewichtes an Milch verarbeitet wird. Das wäre auch gar nicht so viel teurer.

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