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USB Hacks

Sebastian | 4. März 2012 | 22:08

SAMSUNG DIGITAL CAMERA Am Freitag auf dem FFG der GUUG ging es in einem Vortrag von Ralf Spenneberg um USB Devices, die einen Microcontroller enthalten, sich beim Anschließen an den Rechner als Tastatur (oder Maus) melden und dann Kommandos ausführen, die per Tastatur/Maus möglich sind. Damit umgeht man vermutlich die meisten Endpoint Security Systeme, da Maus/Tastatur in der Regel nicht gesperrt sind. Außerdem kann man so einen Autostart durchführen, auch wenn das vom Betriebssystem gesperrt ist. Nach dem Vortrag sind natürlich interessante Ideen aufgekommen, die so ein Device ermöglicht.

Wie der Zufall es nun will, bekam ich heute einen Werbeflyer in die Hand, mit einem kleinen USB Device aus Papier, etwa in der Größe einer EC Karte. Die Aufschrifft leitet dazu an, das Teil in den heimischen PC zu stecken und man wird sofort auf eine Webseite geleitet. Das ist natürlich Grund genug das Teil mal in einer sicheren Umgebung zu testen.

Die erste Analyse zeigt, das es sich um eine Tastatur handet, na sowas.

Bus 004 Device 003: ID 05ac:020b Apple, Inc. Pro Keyboard [Mitsumi, A1048/US layout]

Gut, testen wir das ganze in einer virtuellen Umgebung und schauen mal, was passiert. Wie erwartet werden Tastatureingaben gemacht. Es geht der “Ausführen” Dialog auf und wie von Geisterhand wird eine URL eingetippt. Anschließend startet der Standardbrowser. Die URL selbst zeigt auf einen URL Dienst, der von Marketingfirmen benutzt wird. Dabei wird aber neben der ID zur Seite auch eine ID an die Zielseite übertragen. Im Klartext: es ist möglich, dass der Anbieter so feststellen kann, welche der Karten benutzt werden und somit in der Lage ist, den Besucher eindeutig zu identifizieren. Damit wirbt der Anbieter sogar. Das sowas in Deutschland rechtlich überhaupt zulässig ist, halte ich für fragwürdig.

Die zweite Gefahr ist, dass diese Devices anscheinend bereits so billig sind, dass man damit auch einen groß angelegten Angriff fahren kann. Statt der URL zu einer Werbeseite könnte man auch Software nachladen und installieren. Ich denke, dass uns diese Teile in der Zukunft noch viel “Freude” bereiten werden. Nur das die Gefahr so nahe ist, damit hatte ich nicht gerechnet.

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Windstille

Sebastian | 26. Dezember 2010 | 13:02

img_3857 Mein Anemometer hat den Eisregen und starken Wind dazu leider nicht überlebt. Zwei Schalen sind abgebrochen. Deshalb gibt es in den nächsten Tagen keine Windwerte. Die neue Station ist schon so gut wie bestellt. Ich werde die Gelegenheit nutzen, das te923tool zu überarbeiten. Außerdem werde ich es für die neue Station vermutlich erweitern müssen, damit ich auch den großen Speicher auslesen kann. Das wird sicher einige der Benutzer freuen. Leider gibt es keine STation von Mebus mehr, die auch einen UV Sensor mit dabei hatte. Es wird so wie es jetzt aus sieht eine TFA Nexus, die soweit ich das sehe auch von Hideki ist. Außderdem kann ich keinen Unterschied zur IROX sehen.

Update

In letzter Minute hab ich noch nen passenden Propeller gefunden, der tut es auch. Dann brauch ich erst mal keine neue Station.

Update

Seit dem 02.01. dreht nun der Windmesser wieder. Der Ersatzpropeller (eigentlich für eine Nexus) passt fast. Die Nexus hat eine abgeflachte Welle, die Mebus nicht. Aber zum Glück lässt sich der Teil mit den Schalen von der Befestigung abschrauben. Und die passen perfekt.

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N24 Surfstick mit Gentoo

Sebastian | 22. April 2010 | 21:16

Der N24 Surfstick ist eine prima Backuplösung, falls der DSL Zugang mal klemmt oder man unterwegs ist. Natürlich ist das UMTS Netz nicht perfekt ausgebaut, zumindest im ländlichen Raum nicht, aber in der Not tut es auch ein dünner Draht um die Mails zu lesen. Das Interessante ist, dass keine laufenden Kosten entstehen und nur dann bezahlt werden muss, wenn der Stick benutzt wird. Dabei muss man allerdings nach der Einwahl die Entscheidung treffen, wie lange die Sitzung dauern soll, in Staffelungen von 1h (0,99€), 12h (2,99€) oder 7 Tage (9,99€). Einmal gebucht, kann man das ganze auch nicht wieder anhalten, dass heißt, auch für das 5 Minuten Maillesen ist eine Stunde weg und damit ein Euro. Aber man kann nicht alles haben. Im Moment gibt es das ganze für 30€ inkl. 5€ Guthaben und Hardware.  Weitere Details findet ihr beim Anbieter. Ich sollte vielleicht noch erwähnen, dass N24 das ganze zusammen mit Vodafone macht, nicht gerade der schlechteste Netzanbieter. Aber jetzt zu er eigentlich interessanten Sache: Das Ganze funktioniert auch super unter Linux (bei mir Gentoo mit Kernel 2.6.32).

Kernel

Zuerst mal müssen im Kernel ein paar Optionen aktiviert sein:

  • Device Drivers  —> USB support  —> USB Serial Converter support  —> USB Generic Serial Driver
  • Device Drivers  —> USB support  —> USB Serial Converter support  —> USB driver for GSM and CDMA modems
  • Device Drivers  —> Network device support  —> PPP (point-to-point protocol) support

Software

Dann brauchen wir den pppd und wvdial. Letzteres muss vermutlich per emerge nachinstalliert werden.

Konfiguration

Ich hab mir die Konfiguration aus diversen Quellen zusammen gesucht. Im hier gezeigten Beispiel funktioniert es mit dem N24 Surfstick (Huawei E160  HSDPA Modem), einer Vodafone SIM-Karte und Gentoo Linux, andere Hardware oder Provider brauchen ggf. eine Anpassung.

Nachdem der Kernel gebootet ist, sollte ein dmesg |grep ttyUSB etwa sowas bringen, sonst wurde die Hardware nicht erkannt:

option1 ttyUSB0: GSM modem (1-port) converter now disconnected from ttyUSB0
option1 ttyUSB1: GSM modem (1-port) converter now disconnected from ttyUSB1
usb 2-6.3: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB0
usb 2-6.3: GSM modem (1-port) converter now attached to ttyUSB1

Die /etc/wvdial.conf muss ggf. angelegt werden, mit folgendem Inhalt:

[Dialer Defaults]
Init1 = ATZ
Init2 = ATQ0 V1 E1 S0=0 &C1 &D2 +FCLASS=0
Modem Type = USB Modem
Baud = 460800
New PPPD = yes
ISDN = 0
Modem = /dev/ttyUSB0

[Dialer umts]
Phone = *99***1#
Password = vp
Username = vp
Init3 = AT+CGDCONT=1,"ip","event.vodafone.de"

Passwort und Username sind unwichtig und können beliebig sein.

Einwahl

Nach dem Verbinden des Sticks mit dem Rechner (nicht an einem passiven Hub benutzen, der Stick braucht schon etwas Strom), muss zuerst die Pin an den Stick gesendet werden. Das geht ganz einfach mit einem echo “AT+CPIN=1234″ > /dev/ttyUSB0 (die 1234 bitte durch eure PIN ersetzen). Anschließend kann man die Verbindung herstellen. Die Verbindung bleibt solange in der Konsole aktiv, bis wvdial beendet wird (Ctrl + C).

wvdial umts

Bei Problemen hilft die Konsole weiter oder ein Blick in die /var/log/messages. Ich habe das ganze unter Daemontools gepackt, dann kann die Verbindung ganz einfach mit svc gestartet werden. Nach dem Einwählen müsst ihr dann erst ein mal auf die Portal-Seite von Vodafone, vorher kann nichts gemacht werden. Das trifft auch zu, wenn ihr euch noch in einem freigeschalteten Zeitraum befindet. Auf der Seite gibt’s einen Knopf zum aktivieren des Zugangs und dann kann es los gehen. (N24.de könnt ihr auch ohne Aktivierung, also kostenlos aufrufen) Danach ist der Zugang komplett und kann benutzt werden. Wenn ihr eine default-Route gesetzt habt, solltet ihr diese vor der Einwahl löschen, sonst kann keine neue gesetzt werden.

Links

von diesen Seiten habe ich einen Teil der hier veröffentlichten Informationen. Wenn ihr Probleme habt, kann ein Blick auf diese Seiten euch evt. weiter helfen, mir hat’s was gebracht.

http://blog.0lx.de/base-umts-flatrate-mit-huawei-e220-unter-gentoo-linux/

http://debianforum.de/forum/viewtopic.php?f=30&t=113366

http://peck.org.uk/vodafone-3g-umts-how-to.html

http://www.guddl.de/umts-ubuntu-linux.html

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T-Speedport

Sebastian | 2. Januar 2009 | 23:56

Ich hab heute einen Speedport W920V eingerichtet. Ist schon ein interessantes Stück Hardware, wenn man weiß, das es eigentlich eine Fritzbox 7270 ist. Und mit wenig Aufwand bekommt man sogar die deutlich angenehmere Firmware der Fritz drauf zu laufen. Perfekt wäre es natürlich, Asterisk drauf zu bekommen. Open WRT ist da evt. ein Ansatz, aber ich weiß nicht, inwieweit dann DECT geht. Evt. gibt’s da ja auch noch was. Wenn ich was gefunden habe, lass ich es euch wissen.

Aber eine Sache ist mir noch in der Beschreibung zur Box aufgefallen:

Wenn Sie mit einem Linux-Betriebssystem arbeiten, dann konfigurieren Sie Ihre Netzwerkkarte mit der Einstellung “DHCP” per YaST, falls dies noch nicht geschehen ist.

Ich lass das mal unkommentiert.

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Von Speicherkarten

Sebastian | 17. Mai 2008 | 22:51

Nachdem mich in der letzten Woche mein Objektiv verlassen hatte (ich hoffe, es fürchtet sich nicht in der Werkstatt), hat es am Donnerstag dann auch meine Speicherkarte hinter sich gebracht. Natürlich bevor ich die Fotos des Tages sichern konnte. Wieso auch nicht. Sie ließ sich weder mounten noch in der Kamera benutzen (CF ERROR) und ich hatte mich schon damit abgefunden, die Fotos neu machen zu müssen. Einschlägige Rettungsprogramme haben sich erfolglos die digitalen Zähne ausgebissen. Auch Formatieren war nicht mehr möglich, also so richtig kaputt. Und damit mir sowas nicht noch einmal passiert, hab ich mit eines dieser tragbaren Speicherteile mit Festplatte gekauft, um in Zukunft bei solchen Dingen immer gleich eine komplette Kopie der Karte zu machen, solange ich noch vor Ort bin. Naja, ich hatte die Karte zwar schon abgeschrieben, aber irgendwie hab ich dann doch noch den Versuch gemacht, die Karte mal in dieses Speicherteil zu stecken und siehe da, ich hab die Karte komplett auslesen können und meine Bilder sind alle da. Dafür meinen Dank an den Hersteller dieser Speicherbox. Ich würde jetzt auch gern einen Link einstellen, allerdings hab ich den Hersteller bzw. das Produkt bislang im Netz nicht finden können, k.A. wo der MM das her hat. Wenn ich noch was finde, reiche ich das nach.

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Notebook-Akku-Pflege

Sebastian | 25. Mai 2006 | 14:05

Der Akku ist beim Notebook ein Verschleißteil. Irgendwann werdet ihr feststellen, dass der Akku nicht mehr so lange hält wie zu Anfang und irgendwann ist er dann ganz erschöpft. Das ist einfach so und daran könnt ihr nichts ändern. Worauf ihr aber Einfluss habt, ist die Zeit, bis dieser Zustand eintritt und ihr einen neuen Akku kaufen müsst (der mit 80,- bis 200,- € ziemlich ins Geld geht). Einige Akkus machen schon nach wenigen Monaten schlapp, wer seinen Akku aber pflegt, der kann zwei oder sogar drei Jahre damit arbeiten. Man sagt, dass selbst bei guter Pflege nach etwa 3 Jahren nur noch max. 50% der Kapazität zur Verfügung stehen. Hier ein paar Pflegetipps:

Der Lithium-Ionen-Akku unterliegt einem stetigen, nicht aufzuhaltenden Zerfall. Dieser Zerfall wird durch Wärme gefördert. Wärme entsteht im Notebook sehr viel. Der schlechteste Platz für den Akku ist also im Notebook. Wenn ihr längere Zeit arbeitet und das Notebook dabei über das Netzteil versorgt, dann solltet ihr den Akku aus dem Notebook herausnehmen. Bei fast allen Geräten geht das sehr einfach und schnell.

Falsch und noch viel gefährlicher wäre es aber, den Akku gleich aus dem Gerät zu nehmen und irgendwo zu lagern um ihn nur bei Bedarf zu benutzen. Li-Ionen Akkus haben eine Selbstentladung. Das heißt, sie entladen sich, auch wenn sie nicht benutzt werden. Dabei kann es zu einer Tiefentladung kommen, die für den Akku tödlich sein kann, unabhängig vom Alter. Deshalb sollte man auch vor einer längeren Nichtbenutzung des Notebooks (länger heißt mehrere Wochen), z.B. wenn man in den Urlaub fährt, den Akku vorher noch einmal laden und anschließend aus dem Notebook entfernen und an einem trockenen und kühlen Ort (kein Frost) lagern. Wenn möglich ohne große Temperaturschwankungen.

Der bei vielen Benutzern beliebte Standby-Modus verbraucht ständig Strom. In diesem Zustand sollte man das Notebook nie längere Zeit stehen lassen. Zwar fährt das Gerät bei niedrigem Batteriestand automatisch runter, aber die Selbstentladung gibt dem Akku dann im dümmsten Falle den Rest. Im Ruhezustand hingegen ist das Gerät technisch gesehen aus. Hier tritt dieses Problem nicht auf.

Zwar haben Li-Ionen Akkus theoretisch keinen Memoryeffekt, dennoch sollten sie regelmäßig benutzt werden. Also von Zeit zu Zeit solltet ihr mit Akku arbeiten und erst auf Netz umsteigen, wenn die Akkukapazität unter 40% sinkt. Ihr könnt auch warten, bis das Notebook euch einen kritischen Batteriestand meldet. Eine Tiefentladung braucht ihr nicht zu befürchten, denn die Elektronik im Notebook verhindert das. Anschließend den Akku wieder vollständig laden, bevor ihr das Netzteil oder den Akku wieder entfernt.

Neue Akkus müssen erst etwas „Akku-Gymnastik“ machen, bevor sie ihre volle Kapazität erreichen. Das bedeutet, dass vor dem ersten Einschalten des Notebooks der Akku komplett geladen werden sollte. Anschließend benutzt ihr das Notebook nur im Akkubetrieb, bis dieser wieder entladen ist. Dann wieder vollständig aufladen. Diesen Vorgang sollte man drei- bis viermal wiederholen. Das gilt übrigens für alle Akkus, auch in Digitalkameras.

So und jetzt viel Spaß mit dem Notebook und eine lange Akkulebensdauer.

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