Ich hatte ja schon darüber geschrieben, dass ich von Saal Digital einen Gutschein für einen Fotobuchtest bekommen habe. Hier nun meine ganz persönliche Meinung zum gelieferten Fotobuch:

Nach nur 7 Tagen habe ich mein Fotobuch erhalten. Das Buch hatte ich in einer Geschenkbox bestellt. Diese wiederum war in Schaumfolie mit einem festen Pappumschlag verpackt, so dass alles unbeschadet angekommen ist. Für Verpackung und Versand kann ich guten Gewissens eine 1 geben. Aber auf den Inhalt kommt es an und den möchte ich jetzt etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Die Geschenkbox…

…wirk sehr wertig und stabil. Die Oberfläche ich weiß glänzend, innen ist sie mit schwarzem, sehr festem Schaumstoff gepolstert, so dass das Buch exakt passt. Auch die Höhe ist perfekt, so dass ich davon ausgehe, dass die Box auf die Anzahl der Seiten angepasst ist. Die Box selbst ist nicht beschriftet. Man kann schwer erkennen, wo oben ist. Klar habe ich zuerst die falsche Seite erwischt (Murphy lässt grüßen). Der Deckel, auf der Innenseite nochmal verstärkt, wird von einem Magneten gehalten. Das Buch wirkt durch die Box professionell. Leider wirkt die Box aber für mein Buch (in der von mir gewählten Größe) etwas überdimensioniert. Man erwartet da wirklich ein viel Größeres Buch, wird dann aber im ersten Moment etwas enttäuscht. Die Box ist wohl wirklich etwas für die ganz großen Bücher. Aber kommen wir zum eigentlichen Teil, dem Buch, denn eine noch so schöne Box bringt nichts, wenn das Buch nichts taugt.

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Der Einband

Kunstleder (klar ist das bei dem Preis kein echtes Leder) in Farbe Cognac, jedenfalls bei meinem Buch. Es ist ein warmes Braun. Der Aufdruck ist sauber gearbeitet. Die Wattierung ist dick und macht das Buch sehr griffig. Kommen wir zu einem Manko, dass so gar nicht professionell wirkt. Der Einband reich oben und unten jeweils etwa 2,5mm über die Bilder hinaus, an der kurzen Seite aber nur etwas mehr als einen Millimeter. Das merkt man nicht nur, das sieht man auch. Hier gibt es Punktabzug.

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Die Bilder

Ich liebe offenes ungestrichenes Papier. Gibt es bei Saal leider nicht (jedenfalls nicht für Fotobücher). Die Wahl steht zwischen Hochglanz und Matt. Niemand will ein Fotobuch in Hochglanz, es sei denn er oder sie sammelt Fingerabdrücke. Also habe ich mattes Papier bestellt, was nebenbei bemerkt sogar günstiger ist. Dieses Papier hat aber nichts mit Fineart oder ungestrichenem Papier zu tun. Es ist wie ein Foto in matt und reißt mich jetzt nicht vom Hocker. Der Druck ist sauber, die Farben sehr natürlich und es wurde nicht nachgearbeitet (soweit ich das erkennen kann) bzw. geschärft. Auch feine Details werden schön wiedergegeben. Randlose Bilder enden exakt im Umknick und gehen nicht über die Seite hinweg. Die schwarzweißen Bilder kommen leider etwas kontrastarm rüber, was an dem nicht wirklichen Schwarz liegt. Das Papier reflektiert auch an schwarzen Stellen zu viel Licht. Bilder über beide Seiten werden fast ohne Knick in der Mitte dargestellt, was ja ein Herausstellungsmerkmal von Saal Digital ist. Das klappt sehr gut, versprüht aber etwas den Charme eines (Kinder-) Bilderbuches.

Was soll das denn?

Aufgeklebte Fotos auf den Innenseiten des Einbandes, vorn und hinten. Sorry Saal, aber das geht gar nicht. Das wirkt nicht nur billig, die Fotos sind auch durch das Kleben, vermutlich durch den umgeschlagenen Einband, an den Rändern leicht gewellt. Diese Seiten sollten auf jeden Fall weiß bleiben, kein Fotopapier und sei es um eine Widmung hinein schreiben zu können. Noch besser wäre natürlich ein Vorsatzblatt. Das solltet ihr echt ändern oder zumindest als Option anbieten. Den Aufpreis zahle ich gerne.

Fazit

Kann ich das Saal Digital Fotobuch empfehlen? Ja, für alle die schnell ein hochwertiges Buch mit gutem Druck wollen und die mit oben genannten Makeln leben können. Meinen Kunden würde ich das so aber nicht geben wollen, denn grade für Hochzeiten darf es etwas exklusiver sein. Das geht mit diesen eingeklebten Fotos nicht. Es ist also Potential nach oben.

Dieser Beitrag ist mit Unterstützung von Saal Digital erfolgt. Saal Digital hat ca. 66% der Kosten für Buch und Versand übernommen.
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