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Ein physikalisches Wunder?

Sebastian | 27. August 2008 | 22:42

Ich hab grad eine Werbung für Leckermäulchen gesehen und da ist mir der folgende Satz aufgefallen: “Da steckt in jedem Becher mehr als die doppelte Menge frischer Milch.” Die doppelte Menge wovon? Vom Inhalt? Wie haben die das geschafft?  Oder was will der Künstler uns damit sagen? Vielleicht hatte der Werbetexter auch einfach nur zu viel Leckenmäulchen intus? Egal wie oft ich den Satz auch lese, irgendwie verstehe ich das nicht. Eventuell sollte ich auch nicht so genau auf den Inhalt von Werbespots achten und mich einfach nur davon überzeugen lassen, Leckermäulchen zu kaufen. Oder es ist eine unterschwellige Botschaft, die mich dazu bringen soll beim nähsten Einkauf die doppelte Menge Milch zu kaufen. Man(n) weiß es nicht.

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Deutsch, Leckermäulchen, Lustiges, Sprache, Werbemist, Werbung
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Ich muss leider draußen bleiben

Sebastian | 14. August 2008 | 21:09

Angeregt von einem Artikel im “Kurier am Wochenende” des Nordkuriers (09.10.2008) hab ich mich heute auf den Weg nach Rathenow zum Optikpark gemacht. Die ganze Familie dabei mit Omi und Hündchen. Die etwa 200 km hatten wir dann auch nach 2 1/2 Stunden hinter uns gebracht. Nur was musste ich dann dort erfahren? Hunde müssen draußen bleiben! Vielleicht sollte ich dazu sagen, dass sich der Optik-Park Rathenow auf dem Gelände der Landesgartenschau 2006 befindet, also unter freiem Himmel. Es handelt sich um einen Park, mit Skulpturen und Blöcken mit optischen Täuschungen. Auch auf den Hinweis, dass im Nordkurier zwar Öffnungszeiten und Preise standen aber kein Hinweis darauf, dass Hunde draußen bleiben müssen, gab es keinen Zutritt für uns. Was der Grund dafür ist, konnte man mir nicht sagen. Es ist so vorgeschrieben.  Auch nach längerem Nachdenken erschließt sich mir nicht, wieso Hunde dort verboten sind. Also schaute ich mal auf der Internetseite nach, aber auch dort wurde ich nicht schlauer. Außer dass die Seite fast Augenkrebs verursacht und der Hinweis auf das Verbot von Hunden irgendwo ganz unten auf einer Seite stand, habe ich nichts zu den Gründen finden können. Aber dort steht es tatsächlich: “Hunde haben zum Gelände keinen Zutritt – Ausnahme: Blindenführhunde!“. Moment mal, Blindenführhunde haben Zutritt zum Optikpark? Dieser Satz entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Naja, was macht man, wenn man nicht rein darf? Man versucht noch auf die Schnelle etwas Anderes zu organisieren. Also der Tierpark Perleberg ist nicht sehr weit entfernt, gute 60 km. Ein Anruf und: “Hunde sind nicht erlaubt”. Und was lernen wir daraus? Wir fahren nie wieder nach Brandenburg, geschweige denn nach Rathenow. Wir bleiben in unseren Bundesland Mecklenburg Vorpommern, wo man nicht so verbohrt ist, und wir fahren in den Zoo Rostock, den Zoo Stralsund, den Tierpark Wolgast, den Tiergarten Neustrelitz, den Tierpark Wismar, den Tierpark Ueckermünde, den Vogelpark Marlow, den Skulpturenpark Katzow, den Zoo Schwerin oder den Natur- und Umweltpark Güstrow. Überall dort hat man mit Hunden kein Problem. Für das heutige Erlebnis gibt es von mir einen Orden für Hundeunfreundlichkeit und ein absolutes “nicht empfehlenswert”.
Ach ja, bevor ich es vergesse, Maya (der Hund) ist ein Yorkshire-Terrier von nicht mal 3kg Gewicht. Wer bei der Geschichte an einen großen Hund dachte, der hat leider daneben gelegen.

Ich hab dieses für mich unverständliche Verhalten in einer Mail an den Betreiber des Parks, die Stadt Rathenow und das Kultusministerium Brandenburg geschildert, mit der Bitte einer Stellungnahme des Betreibers. Außerdem hab ich einen Leserbrief an den Nordkurier geschrieben. Über Antworten werde ich hier informieren.

Update:

Ich hab von einigen Tagen nun schon ein Antwort vom Betreiber bekommen. Es tut ihnen ja so leid, aber es ist nun mal so. Wieso hab ich da eigentlich nichts anderes erwartet? Auszug:

[...]

Dieses Verbot resultiert aus der Zeit der Landesgartenschau und orientiert
sich an dem allgemeinen Verbot von Tieren auf den Ausstellungsflächen
sämtlicher Gartenschauen, die ja aufgrund ihrer infrastrukturellen Bedeutung
und Investitionen nicht mit normalen Parks verglichen werden können. Wir
haben diese Regelung in unseren Nachnutzungspark übernommen, um den
kostspieligen Installationen und Pflanzungen auf dem Gelände Rechnung zu
tragen. Roller, Fahrräder o.ä. sind bei uns im übrigen auch nicht
zugelassen.
[...]

Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dort mit einem Fahrrad oder Roller hinein zu fahren. Beides ist auch für eine Fahrt von 400km (als Tagesausflug) ungeeignet. Außerdem lassen sich beide prima draußen abstellen. Aber eine 75 jährige Frau im Rollstuhl mit einem kleinen Schoßhund nicht in den Park zu lassen ist einfach eine Frechheit. Etwas mehr Menschlichkeit bei den Angestellten stünde dem Park sicher auch recht gut.  Zwischenzeitlich waren wir im Zoo Stralsund und dort gab es keine Probleme (nein, ich hab weder ein Fahrrad noch einen Roller dabei gehabt, nur den Hund).

[...]

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Hanse Sail 2008 auf der Twister

Sebastian | 13. August 2008 | 21:45

Die Twister Ich hatte am Freitag die Möglichkeit, die Hansesail auf dem Schoner Twister mitzuerleben. Gegen 10 Uhr sind wir vom Alten Fischereihafen los, zuerst mal in den Stadthafen. Eine gute Gelegenheit, die ausfahrenden Segler zu sehen. Anschließend ging’s raus auf die Ostsee, bei Wind 5 ein super Segelturn. Es hat zwar unterwegs zwei mal ziemlich kräftig geregnet, aber da konnte man drüber weg sehen. Was ist schon ein Segelturn bei schönem Wetter. Gegen 17 Uhr waren wir dann zurück. Ein paar der besten Bilder findet ihr in der Galerie. An dieser Stelle noch mal viele Grüße an Kapitän André.

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Heute im Posteingang

Sebastian | 6. August 2008 | 16:10

Ist das nicht süß? “Das mir das Geld um nicht nötig bin”. So kann man das auch ausdrücken. Aber Sie hat ja ihre Freundin und die Arbeit in einer Firma ist auch schon sicher, bestimmt arbeitet sie dann wieder vom  Buchhalter. Ich lieben Mails solche wo.

Hallo.. Du bist wahrscheinlich verwundert, den Brief von der unbekannten Frau zu bekommen. Fur mich es ebenso neu. Ich lernte niemals fruher die Manner im Internet kennen. Meine Freundin hat mir empfohlen, es zu machen. Ich wurde auf der Web-Seite der Bekanntschaften registriert und hat die Seiten angeschaut. Ich habe dein Land ersten gesehen und du hast mir sehr gefallen. Ich habe entschieden hat dir den Brief geschrieben. Ich erinnere mich genau auf welcher Web-Seite der Bekanntschaften ich nicht sah deine Seite moglich auf Dating oder Singles.

Die Sache darin dass werde ich kurz danach in Deutschland ankommen. Meine Freundin und ihr Mann wohnen in Deutschland. Sie haben ebenso im Internet kennengelernt. Sie haben mich zu Gast eingeladen. Sie haben geholfen, das Visum und alle Dokumente fur die Ankunft in Deutschland zu machen. Ich kann in Deutschland in die nahe Zeit ankommen. Deshalb habe ich entschieden, im Mann aus Deutschland kennenzulernen. Wir konnen dich naher in den Briefen kennenlernen. Wir konnen die Freunde werden und moglich konnen kaum spater wir die grossen und reinen Beziehungen schaffen. Ich werde sehr froh sein, dich im realen Leben wenn ich zu sehen ich werde in Deutschland ankommen. Ich hoffe mich zu jener Zeit wir wird genugend gut bekannt, um, die Zeit zusammen gut durchzufuhren.

Ich will dir ein wenig uber mich erzahlen. Meine den Namen ist Olesya. ich ich wohne in Russland in Sankt-petersburg. Mir 30 Jahre. Ich arbeite vom Buchhalter. Ich habe viel Begeisterungen. Ich werde dir uber mich mehr in jedem Brief erzahlen. Ich ebenso will uber dich mehr erfahren. Ich wei? dass im Internet viel schlechte russischen Madchen die sind wollen von den Mannern nur des Geldes. Ich will dir sofort sagen dass mir das Geld, um nicht notig bin, in Deutschland anzukommen. Meine Freundin und ihr Mann werden mir das Geld geben damit ich in Deutschland ankommen konnte und werden mir die Arbeit in ihrer Firma geben. So dass du dass das Ziel meiner Bekanntschaft mit dir nicht das Geld sehen darfst. Ich will den Freund in deiner Person finden. Moglich die Liebe. Moglich es ist ein wenig nach der Liebe im Internet naiv zu suchen aber ich glaube dass in unserer Welt die Wunder geschehen. Die Leute schaffen die Wunder. Die Leute schaffen seines Schicksal. Ich werde froh sein, von dir die Antwort auf meinen Brief zu bekommen. Ich werde froh sein, die Beziehungen mit dir zu beginnen

Ich habe diesen Brief von der allgemeinen elektronischen Post im Internet -Cafe dir geschrieben. Schreibe die Antwort auf meinen personlich e-mail.
oaylesyaole@yahoo.com
Deine Olesya
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Damals wars…

Sebastian | 2. August 2008 | 13:55

Heute am 2. August vor genau 24 Jahren wurde die erste E-Mail nach Deutschland versendet und ist auch angekommen. Empfänger war Prof. Werner Zorn von der Universität Karlsruhe (TH) mit der Mailadresse zorn@germany, wobei man fairerweise sagen muss, dass Adressen damals noch etwas anders aussahen. Und wenn wir uns den Header der Mail mal ansehen, dann hat sich in den Jahren eigentlich kaum was geändert. Gute Dinge müssen eben nicht geändert werden. Schade nur, dass E-Mails heute oft mit HTML Inhalten versaut sind. Ich habe mir angewöhnt, HTML Mails ungelesen zu löschen. Die erste Mail überhaupt wurde 1971 versendet, also vor fast 40. Jahren, wer hätte das gedacht. Der Erfinder dieser Technologie Ray Tomlinson hat sich damals sicher nicht träumen lassen, wie viele Mails heute jeden Tag durch das Netz huschen und schon gar nicht, welcher Mist damit gemacht wird. Vielleicht hätte er dann alles wieder verworfen. Zum Glück hat er es nicht getan. In diesem Sinne lasst uns eine Mail versenden, natürlich Text und kein HTML und noch einmal der E-Mail gedenken, die als Mittel der privaten Kommunikation langsam ausstirbt.

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