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Astronomische Größen

Sebastian | 26. Januar 2007 | 21:36

Oft lesen wir von den Größenverhältnissen im Universum, von Kilometern, Millionen Kilometern und Lichtjahren. Doch das Verständnis bleibt bei all diesen Aussagen meist auf der Strecke. Entfernungen und Größen in Größenordnungen, zu denen man keinen praktischen Bezug hat sind nur sehr schwer vorstellbar. Deshalb möchte ich hier versuchen die Größenverhältnisse einmal darzustellen, indem wir sie auf vorstellbare Werte herunter rechnen. Viele dieser Werte sind nicht ganz exakt und deshalb habe ich an vielen Stellen gerundet, also bitte nicht alle Werte als 100% und auf dem Millimeter genau ansehen. Es geht um die Möglichkeit sich ein Bild von den Größen zu machen und nicht um eine Wissenschaftliche Abhandlung.

Ok, beginnen wir mit einem kleinen Experiment. Habt ihr zufällig eine dieser kleinen 8 cm CDs auf dem Schreibtisch? Sie sind oft als Treiber-CDs bei verschiedenen Geräten. Stellen wir uns vor, das wäre die Erde. Wenn ihr keine Habt, nehmt etwas ähnliches in der Größe zur Hand. Legt sie einfach mal vor euch auf den Tisch. Jetzt holt ein 5 Cent Stück aus dem Portmonee. Ja, richtig geraten, das ist dazu im Verhältnis der Mond. Machen wir ein Experiment. Wo würdet ihr den Mond (also das 5 Cent Stück) hinlegen? Legt es mal dort hin, wo ihr den Mond vermuten würdet. Jetzt kommt die Auflösung. Wenn das 5 Cent Stück auf eurem Schreibtisch liegt, dann ist es vermutlich nicht weit genug entfernt, oder ihr habt einen sehr großen Schreibtisch. Der Entfernung müsste etwa 2,4 m betragen. Ok, für diejenigen, die richtig gelegen haben machen wir es etwas schwerer. Die Sonne in diesem Modell hätte einen Durchmesser von fast 9 Metern! Aber wie weit müsstet ihr die riesige Kugel weg rollen, um ein ungefähres Modell zu bekommen? Fast 950 m!

So, hinterlegen wir das ganze mal mit etwas genaueren Daten. Am Äquator hat die Erde etwa einen Durchmesser von 12750 km. Der Durchmesser der Sonne beträgt etwa 1,392 Mio km. Wir gehen jetzt mal einen Schritt weiter. Stellen wir uns mal vor, die Erde hätte nun den Durchmesser eines 1 Cent Stückes. (ca. 1,6 cm), dann wäre dazu im Verhältnis die Sonne etwa 1,75 m im Durchmesser. Ach ja, bevor ich es vergesse, der Abstand zwischen den beiden würde etwa 180m betragen. (Der Abstand ist natürlich nicht immer gleich und von der Bahn abhängig. Ich habe deshalb den mittleren Abstand von ca. 150 Mio km benutzt. Der Mond in diesem Modell hätte dann einen Durchmesser von etwa 4,4 mm, etwa die Dicke zweier 20 Cent Münzen. Dennoch wäre er fast 50 cm von der Erde entfernt.

Wir gehen noch einen Schritt weiter. Unsere Erde und die Sonne befinden sich ja in einer Galaxis, der Milchstraße. Diese hat etwa die Form eines Diskus, etwa rund und in der Mitte verdickt. Der Durchmesser der Galaxis beträgt geschätzt 100000 Lichtjahre. Das ist die Strecke, die das Licht in 100000 Jahren zurücklegt. Je Sekunde schafft das Licht ca. 300000 km! Um jetzt noch einen Vergleich machen zu können, was eigentlich gar nicht möglich ist, müssen wir unser Modell noch weiter verkleinern. Wir pressen allen noch weiter zusammen, so dass die Sonne gerade mal noch einen Millimeter Durchmesser hat. Die Milchstraße in diesem Modell hätte jetzt noch einen Durchmesser 680000km! Eigentlich unvorstellbar.

Ach ja, machen wir noch einen letzten Vergleich. Stellt euch vor, es gibt eine Autobahn direkt und ohne Umwege zur Sonne. Ihr setzt euch in euer Auto und macht euch auf den Weg mit einer Geschwindigkeit von 130 km/h. Nehmt euch genug Verpflegung mit, denn ihr seid über 130 Jahre unterwegs. Nehmen wir mal an, ihr tankt Benzin für 1,30€ / Liter. Euer Auto nimmt auf der Autobahn 8l je 100 km. Um alle Tankrechnungen auf diesem Weg bezahlen zu können müsstet ihr etwa 15,6 Mio Euro mitnehmen. Na dann gute Reise.

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gegooglet

Sebastian | 25. Januar 2007 | 08:22

Habt ihr schon mal die Zeile “Teacher, leave those kids alone.” aus dem bekannten Pink Floyd Lied bei google übersetzen lassen? Na dann mal los:

Lehrer, lassen jene Zicklein allein.

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Sturmtief Kyrill

Sebastian | 19. Januar 2007 | 17:47

Am 18.01.2007 zog das Sturmtief Kyrill über Deutschland. In der Region Demmin war der Höhepunkt des Sturms gegen 22:30 erreicht. Die an meiner Station gemessene Höchstgeschwindigkeit zu dieser Zeit betrug 110 km/h (Windstärke 11). Leider saß ich am Donnerstag etwa seit dieser Zeit auch im Dunkeln.

Die komplette Windgrafik:

Windgrafik Kyrill

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Kyrill, Sturm, Wetter
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Bundestrojaner

Sebastian | 18. Januar 2007 | 08:51

Jetzt ist es amtlich. Die Mittel für die Entwicklung des Bundestrojaners sind da und wir dürfen uns alle freuen, dass nun bald immer all unsere Schritte und Klicks im Internet von behördlicher Seite überwacht und unsere Dateien im Bundesgoogle indiziert werden. Das die Vorhaben klar gegen das Grundgesetzt verstoßen scheint dabei keine Rolle zu spielen. Und falls jemand dagegen vorgeht, wäre es auch durchaus denkbar, das Grundgesetzt entsprechend anzupassen.

Aber betrachten wir mal die positiven Aspekte dieses Vorgehens, sehen wir unsere Vorteile. Neben der Behütung vor „schlechtem“ Umgang bieten sich doch mannigfaltige Möglichkeiten die tägliche Arbeit zu verbessern. Wie oft haben wir im Internet eine Seite gesehen und finden diese zwei Tage später nicht wieder? Ein Anruf bei der Polizei und schon wissen wir es wieder, die Favoriten werden damit überflüssig. Oder wer hat nicht schon mal versehendlich ein wichtiges Dokument gelöscht? Kein Problem, Kopien der Texte sind ja sicher auf diversen behördlichen Servern zu finden. Wann es Formulare zum Anfordern der Daten gibt, oder ob ein genereller FTP Zugang eingerichtet wird ist noch unklar. Wenn wir es jetzt noch schaffen das ganze mit der Schülerdatenbank zu koppeln, dann bieten sich weitere Möglichkeiten. Wir bekommen ein nie da gewesenes Bildungswesen. Bei Problemen in Mathe wird einfach vor der Anfrage an die Suchmaschine eine Aufgabe gestellt, die zuerst richtig gelöst werden muss. Oder wenn gefährdete Jugendliche versuchen Counterstrike zu starten, wird mal eben schnell im Hintergrund das Spiel gegen „Zaubern mit Zwergen“ ausgetauscht. Da schlägt doch so manches Politikerherz höher. Und überlegen wir mal, wie einfach wir auch in anderen Ländern an unsere Daten kommen. Keine Probleme mehr, wenn wir mal im Urlaub eine Adresse brauchen, die wir zu Hause in einer Datei vergessen haben oder wenn wir bei der Neuinstallation die Seriennummer nicht mehr finden.

Vielleicht sollte man aber auch mal über dieses Zitat von Gerhard Seyfried nachdenken und uns einige Jahre zurück erinnern.

“In jeder Nation, in der es nur irgendeine Art von Geheimpolizei gibt, lernen die Leute schnell, diejenigen zu verdächtigen, die *sie* verdächtigen. /../ Je allgegenwärtiger die ‘Kontrolle’ der Regierung ist, desto misstrauischer und vorsichtiger werden die Leute. Und je mehr Leute zeigen, dass ihnen das Vertrauen in die Regierung fehlt, desto mehr wird sich die Regierung genötigt sehen, sie zu bespitzeln, um ganz sicher zu gehen, dass sie sich nicht so weit entfernt haben, um eine Rebellion auszubrüten oder noch mehr hausgemachte Bomben von der Oklahoma-City-Art zu legen. Die Regierung wird also immer mehr schnüffeln und spionieren, und die Leute werden immer ‘vorsichtiger’ werden.”

www.heise.de/newsticker/meldung/83669
www.heise.de/newsticker/meldung/83538
www.heise.de/newsticker/meldung/83486
www.heise.de/newsticker/meldung/78893
www.heise.de/newsticker/meldung/83870

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Bundestrojaner, Datenschutz, Schäuble, Überwachungsstaat
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