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Virenschutz

Sebastian | 20. Oktober 2005 | 21:19

Einleitung

Mit einem Windows PC ohne Virenschutz zu surfen ist praktisch Selbstmord für den Rechner und auf keinen Fall empfehlenswert. Es ist erschreckend, wie viele Privatanwender ohne gültigen Schutz vor Viren, Würmern oder Trojanern im Netz unterwegs sind. Und ein Großteil der Anwender hat gar keine Ahnung, was schon alles auf ihren Festplatten herumlümmelt. Diese Erfahrung musste ich leider in letzter Zeit immer wieder machen. Der große Schrei kommt dann erst, wenn plötzlich gar nichts mehr geht oder irgendwelche Daten verschwunden sind.

Bei vielen ist es die Unwissenheit über die Gefahren, aber auch die Unerfahrenheit, was das sinnvolle Einsetzen einer Antivirensoftware bedeutet und was man dabei beachten muss. Aus diesem Grund hab ich hier mal eine kleine Zusammenstellung gemacht, die grade unerfahrenen Benutzern auf einfache Weise erklären soll, wie man einen Rechner vor Vieren schützen kann und was man unternehmen kann, dass das auch so bleibt.

Vorweg muss ich jetzt die Erwartungen etwas senken. Ja, es gibt einen 100%igen Schutz vor Viren. Wie? Rechner ausschalten und Stecker ausziehen. Ich will damit sagen, dass ein absoluter Schutz praktisch nicht möglich ist. Aber ein für private Anwender völlig ausreichender Schutz ist allemal drin und der muss zudem noch nicht mal etwas kosten.

Wenn ich im Folgenden die Bezeichnung Viren verwende, sind damit natürlich auch Würmer, Trojaner, Hoax und der Rest der Bande mit eingeschlossen. Der Einfachheit halber aber im Folgenden nur Viren oder Feinde genannt.

Grundregeln

Es gibt ein paar Grundregeln, die man einhalten sollte. Sonst nutzt auch meist die beste Antivirensoftware nichts.

1. Systemupdates.
Regelmäßig, etwa zum 15. eines Monats bringt Microsoft aktuelle Updates heraus, die in jedem Fall installiert werden sollten. Wenn man über einen DSL Anschluss verfügt (oder einen anderen, immeronline Anschluss) sollte man die automatischen Updates aktivieren, dann vergisst man das regelmäßige Updaten wenigstens nicht.

2. Firewall benutzen.
Es muss nicht eine gekaufte Firewall sein, wie z.B. die von Norton. Für alle Windows XP Benutzer gilt, wenigstens die integrierte Firewall sollte aktiv sein. Das gibt besonders bei direkter Verbindung ins Internet (also DSL, ohne Router, ISDN Karte, Modem). Aber auch bei Verwendung des Rechners innerhalb eines Netzwerkes ist die Firewall nicht immer verkehrt.

Für alle Besitzer eines älteren Windowsversion gibt’s freie Firewalls zum Download. Die können natürlich auch unter XP verwendet werden

http://www.zonelabs.com/store/content/home.jsp

http://www.skoda.de/index.php?e=348-4

3. Nur eine Antivirensoftware benutzen.
Viel hilft nicht immer viel. Hier sogar ganz im Gegenteil. Es könnte im dümmsten Falle passieren, dass sich die unterschiedlichen Antivirenprogramme gegenseitig behindern. Also sollte man grundsätzlich nur ein Produkt benutzen. Welches, dazu kommen wir später noch.

4. Antivirensoftware aktualisieren.
Nichts ist sinnloser als eine veraltete Antivirensoftware. Die Viren, die sich zurzeit im Umlauf befinden sind recht frisch und keine 2 Jahre alt. Deshalb MUSS eine Antivirensoftware immer aktuell sein. Das mindeste ist ein wöchentliches Update, besser jedoch täglich.

5. Mailaccount mit Virenschutz.
Einige Anbieter von Webmailaccounts bieten mittlerweile einen integrierten Virenscan an. Dieser ist recht zuverlässig und solle benutzt werden. Auch braucht man sich hier nicht um die Aktualität kümmern, das mach der Provider als Dienstleistung. Bei web.de ist der Basisvirenschutz sogar gratis. Wenn kein Virenschutz integriert ist, solle man bei allen Mails mit Anhängen, die von unbekannten Adressen kommen, immer besser die Finger davon lassen. Papierkorb!!!

6. Datenträger.
Alle Datenträger von anderen sollte man vor Benutzung prüfen. Ja ich weiß, das ist lästig und dauert lange. Zu mindest bei selbst gebrannten CDs mit Software solle eine Portion Misstrauen durch ein Virenscan aufgehoben werden. Bei MP3s, Bildern und Videos ist es nicht wirklich gefährlich.

7. Das Surfverhalten.
Es gibt Seiten im Netz, die sehr unwahrscheinlich einen Virus verbreiten. Es gibt aber auch Seiten im Netz, da springen einen die Biester förmlich an. Manchem Benutzer stünde es gut von Zeit zu Zeit mal über das Surfverhalten nachzudenken. Mehr sag ich zu diesem Punkt nicht.

Software

Microsoft liefert mit keinem seiner Betriebssysteme eine Antivirensoftware aus. Auch gibt es kein Antivirenprodukt aus dem Hause Gates. Deshalb ist man immer auf eine Software eines Fremdanbieters angewiesen. Und das Beste ist, man muss nicht mal etwas dafür bezahlen. Einige Anbieter liefern neben der Kaufversion auch eine freie Antivirensoftware, zumindest für den Privatgebraucht. Im Folgenden möchte ich drei dieser freien Tools kurz Vorstellen und auf die Einschränkungen zur Kaufversion eingehen. Vorab sei angemerkt, dass es keine Einschränkungen in der Erkennung oder der Beseitigung von Viren gibt. Dies erledigen alle kostenlosen Tools ebenso gut, wie die Kaufversionen.

Vorsicht!
Leider gibt es im Netz auch ein paar Anbieter vermeintlich kostenloser Antivirensoftware, die leider ganz das Gegenteil ist und nur zur Verbreitung von Werbung dient oder zum Ausspionieren des Rechners. Im Zweifelsfalle vor dem Installieren fragen. Oder eines der folgenden Tools verwenden:

Antivir von H+BEDV
Ist mein persönlicher Favorit. Antivir gibt es als Kaufversion, aber auch als kostenlose Version, für den privaten Gebraucht. Der Nachteil der freien Version besteht darin, dass für die Updates nur eine geringe Bandbreite zur Verfügung steht, die sich alle teilen müssen. Es kann also mal passieren, dass das Update am Samstagnachmittag nicht geht. Spätestens am nächsten Tag wirds aber wieder klappen. Wer eine Lizenz kauft erhält Zugang zu besseren Updateservern. Die Aktualität ist aber bei beiden gegeben. Außerdem kann Antivir Mails von POP3 Servern beim Herunterladen sofort scannen (nicht in der freien Version). Die Lizenzversion hat außerdem Suchfunktionen für Spyware. Eine Lizenz inkl. Updates für ein Jahr kostet 20,- Euro
http://www.free-av.de/

AVG Antivirus von Grisoft
Dieses Tool gibt’s als kostenlose Version für private Anwender. Es ist sehr systemschonend und deshalb eine gute Wahl für ältere Rechner. Leider sind die Updates etwas hinterher und somit leidet die Aktualität. Die Kaufversion bietet weitere Features. Die Lizenz kostet 33,- Euro, inkl. Updates für 2 Jahre.
http://www.grisoft.de

Bitdefender
Bitdefender ist auch als kostenlose Version zu bekommen. Die kostenlose Version ist etwas älter, als die Kaufversion (das Suchprogramm, nicht die Virendefinitionen). Dennoch ist es benutzbar. Leider ist in der freien Version keine Livesuche (also ständig im Hintergrund) möglich. Die Lizenz kostet 25,- Euro inkl. Updates für ein Jahr.
http://www.bitdefender.de

Wer gern eine reine Kaufsoftware haben möchte, sollte sich auf einer der nächsten Seiten umsehen:
http://www.pandasoftware.com/com/de/
http://www.kaspersky.com/de/
http://www.f-secure.de

Dies sind natürlich nicht alle Tools. Welche Software ihr nun einsetzt ist euer Problem. Eine kostenlose Version bringt immer ein paar Einschränkungen. Damit kann man aber im Normalfall leben. Solls doch eine Kaufversion sein, so sind die 20 bis 50 Euro aber eine gute Investition. Spätestens, wenn der Rechner wegen eines Virus nicht mehr startet, wird man sich ärgern an der falschen Stelle gespart zu haben.

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Sicherheit, Software, Trojaner, Virenschutz, Windows, Würmer
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Das Ungeheuer von Tützpatz

Sebastian | 19. Oktober 2005 | 15:49

Folgendes soll sich im Oktober des Jahres 1861 auf dem Tützpatzer Gutshof zugetragen haben

An einem stürmischen Herbstabend, nach einem langen und schweren Arbeitstag (man stand in der Kartoffelernte) bekam der damalige Gutsbesitzer – oder wie andere sagen – sein Inspektor Streit mit einem Landarbeiter. Da der Mann auch nach längerem Wortwechsel und nach entsprechenden Drohungen noch auf sein Recht bestand, sperrte ihn der erzürnte Herr kurzerhand in den teilweise eingefallenen Keller, der sich unter dem alten Gebäude, in dem sich jetzt die Gaststätte befindet, befand und schloss die schwere Eichentür kurzerhand ab, entschlossen, sich keine Widersetzlichkeiten der Leute gefallen zu lassen. In der folgenden Nacht kamen die Bewohner des Hauses zum Herren und baten ihn, doch um alles in der Welt den armen Mann zu befreien. Nach dem Grund ihrer Führsprache gefragt, antworteten sie erregt, dass aus dem Keller das entsetzliche Schreien des Gefangenen und irgendwelche eigenartigen Laute wie Schnaufen, Fauchen und Kratzen zu hören sein. Der Herr brummte etwas von Hirngespinsten und Altweibergewäsch und schickte die Leute mit höhnischen Worten weg, zumal draußen der Regen auf die Dächer prasselte und der Sturm in den Baumkronen heulte, ihm jedoch das Kaminfeuer wohlig brannte. Als die Leute in das Haus zurückkehrten, waren die Schreie und die anderen Geräusche aus dem Keller verstummt und die Menschen begaben sich kopfschüttelnd zu ihrer wohlverdienten Nachtruhe. Am nächsten Morgen öffnete der Herr wohlgelaunt den Keller, annehmend, dass der unbotmäßige Tagelöhner nun klein beigeben würde. Ihm und denen die dabei waren, bot sich ein grauenhaftes Bild. Im Keller lagen nur noch Knochen und andere Reste des Menschen, der Raum zeigte die Spuren eines schrecklichen Kampfes. Das Tier, das den Unglücklichen getötet hatte, war nicht zu sehen. Keiner wagte es die angrenzende Räume des Kellers zu untersuchen, die seit Menschengedenken eingefallen und voller Schlupfwinkel und Gerümpel waren. Um dem grässlichen Vorfall auf den Grund zu gehen, warf man am Abend ein getötetes Kalb, das vergiftet war, in denselben Keller. Als man am darauf folgenden Tag in aller Frühe nachsah, lag dort ein nie gesehenes Ungeheuer mit vier Beinen, einem Flügelpaar, mit Schuppen bedeckter Haut, einem langen Schwanz und einem fürchterlichen Rachen, leblos auf dem Boden. Es soll noch einige Zeit in Neubrandenburg auf dem Herbstmarkt gezeigt worden sein. Es ist nicht bekannt, wie sich der Schuldige am Tode des Knechtest verhalten hat. Gewiss hat zur damaligen Zeit niemand mehr gewagt, sich den Anordnungen der Gutsherrschaft entgegenzustellen.

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